Muslimin und Feministin in einer Person

Sie ist in fünf islamische Länder aufgebrochen, um das Bild der unterdrückten Musliminnen aus der Welt zu schaffen. Mit ihrem Dokumentarfilm „WomenSenseTour“ und der Feministenbewegung „Lallab“ will die 27jährige Französin Sarah Zouak zeigen, dass Feminismus und Islam vereinbar sind.

Sarah Zouak Bild zvg

Ihre braunen Augen leuchten perfekt mit Lidschatten und Eyeliner geschminkt hinter einer dicken Hornbrille, die sie sofort ablegt, sobald eine Kamera auf sie gerichtet wird. Seit ihrem Film „WomenSenseTour“, der ergreifend den Mut, die Initiativen und die Werke muslimischer Frauen in den fünf Ländern Marokko, Tunesien, Türkei, Iran und Indonesien dokumentiert, steht Sarah Zouak oft selbst im Rampenlicht. Sie wurde zur Ikone einer modernen, französischen Jugend, die den Islam und den Feminismus leben will. Ob mit oder ohne Kopftuch steht gar nicht zur Diskussion. Sarah Zouak selbst verzichtet darauf. Sie trägt meist Jeans und weisse Turnschuhe. „ Sie ist eine Perfektionistin, für die jede Einzelheit stimmen muss“, erzählt ihre Kollegin Attika, die bei „Lallab“ (aus Lalle („Frau“ in Arabisch und „Laboratorium“ zusammengesetzt) gegen die Diskriminierung der Frauen kämpft, eine progressive Frauenbewegung, die Sarah Zouak nach der Rückkehr von ihren Dreharbeiten gegründet hat.

Willkommen sind bei „Lallab“ nicht nur Musliminnen, auch weltliche Französinnen oder Homosexuelle, Lire la suite