Fashionweek Paris: Kaiser Karls letzte Kollektion

Die Fashionweek von Paris endete am letzten Dienstag mit Karl Lagerfelds letzter Kollektion für Chanel. Überzeichnete Proportionen, eine dunkle Eleganz gemischt mit grellen Farben machen die Mode des nächsten Herbstes zum Spiel mit dem Kontrast.

copyright Kenzo Barzucchetti

Ein letztes Mal konnten die geladenen Gäste Karl Lagerfelds Modelle unter dem hohen Glasdach des Grand Palais entdecken, in einer dieser grossartigen Inszenierungen, für die der Verstorbene das Flair hatte. Kunstschnee, lebensgrosse Chalets und verschneite Berggipfel verwandelten diesmal den Grand Palais für seine letzte Kollektion „Chanel in the Snow“ in eine märchenhafte Wintersportstation.

Bevor es aber losging, hielten die Gäste bedrückt eine Schweigeminute. Dann erklang Karls Stimme, die in seinem typischen Zungenschlag erklärte, warum er vor 36 Jahren bei Chanel eingestiegen sei: „Damals hauchte man Marken noch kein neues Leben ein. Für mich hatte Coco eine faszinierende Persönlichkeit“. Ja, der Deutsche war so faszinierend wie Gabrielle Chanel alias Coco, die das Modehaus vor rund 100 Jahren eröffnet hatte. Dass er auch menschlich eine grosse Lücke reisst, bewiesen die nicht immer zurückgehaltenen Tränen seiner langjährigen Models, obwohl man ihnen hinter den Kulissen befohlen hatte, ihre emotionale Trauer in positive Energie umzuwandeln.

Das ist ganz im Sinne Karls. Der grosse Abwesende hat mit seinen XL-Mänteln in riesigem Hahnentrittmuster und extrem weiten, bodenlangen, bequemen Tweedhosen einmal mehr den Zeitgeist der übertriebenen Proportionen getroffen. Mit David Bowies mitreissendem „Heroes“ endete die Präsentation. Gähnend leer blieb der Ausgang des Backstage-Bereiches während einiger Sekunden. Dort ist der Modeschöpfer jeweils in seinem steifen Gang erschienen. Diesmal grüsste seine langjährige Mitarbeiterin und Nachfolgerin Virginie Viard schliesslich nur kurz, bevor sie in Tränen ausbrach.

So richtig parisisch

Obwohl Karls Ära nun abgeschlossen ist, lebt seine prägnante schwarz-weisse Silhouette und Cocos Sinn für den Tragkomfort weiter. Nicht nur bei Chanel. Viele fluide schwarz-weisse Modelle besitzen in Balmains Kollektion genau diesen Stil und Hedi Slimane, der Karl sehr geschätzt hat, zeigte für Celine mit Goldlitzen eingerahmte Tweedjacken, wie Coco sie einst getragen hatte.  Überhaupt ist dem 50jährigen Stardesigner eine seiner besten Kollektionen gelungen. Diesmal entwarf der sonst so rockige Modemacher eine echt parisische Kollektion mit langbeinigen Silhouetten dank engen Hosen und hohen Stiefeln, Hosenjupes und den legendären, wadenlangen, kleinkarierten Röcken wie sie alle Frauen in den Seventies getragen hatten. Auch Demna Gvasalia hat die vermeintliche Nonchalance der Parisienne inspiriert: „Das sind die Bewohnerinnen, die ich auf der Strasse sehe“, meinte er nach seiner Show bei Balenciaga, wo er hochgestellte Revers und dicke Jacken völlig disproportioniert hat. Denn er sieht nicht nur die elegante Dame in den schicken Stadtvierteln, sondern die urbane Jugend in den Banlieues, wo sich sein Atelier befindet.

Kuriose Kreaturen

Klar sind auf den Laufstegen der Fashionweeks solche Visionen der hochkarätigen Modedesigner immer etwas zu zugespitzt. Und dennoch fliesst der Haupttenor oder ein kleines Detail in den Mainstream: irgendein Kleidungsstück des nächsten Herbst- und Winterlooks muss deshalb überdimensional und wuchtig sein. Dieses Spiel mit den Volumen treibt Comme des Garçons mit regelrechten Kugelröcken, Hosenbeinen so dick wie Schinken oder breiten Lederschulterpatten und riesigen Ohrlappen zu weit. Alles in schwarz. Das ergibt kuriose Kreaturen zwischen Punk, Dschihad und Sexyness in Netzstrümpfen.

Neue Designer

Nina Riccis neue Designer Rushemy Botter (33) und Lisi Herrebrugh (29) spielen ebenso mit den Volumen, möbeln das altbekannte Label aber mit einem schlichten Minimalismus auf. Die Minikleider der beiden Holländer, die auch privat ein Paar sind, bestehen nur aus einem Rechteck, das durch einen Tüllrausch verbreitert wird. Auch Lanvin, dem ältesten französischen Modehaus, muss der neueingestellte Chefdesigner Bruno Sialelli neues Leben einhauchen. Denn seit dem niederschmetternden Ausstieg im Jahre 2015 von Lanvins ehemaligem Stardesigner Alber Elbaz ist es keinem seiner Nachfolger gelungen, an dessen Erfolg anzuknüpfen. Sialelli liefert nun eine bequeme Tagesgarderobe in sehr fluiden, langen Silhouetten wie sie Jeanne Lanvin in den 1910er Jahren verwirklicht hat.  Denn es geht nicht nur um Opulenz, sondern um proportionale Kontraste: Bei Lanvin werden die goldenen Maschenkleider und Pullis hauteng getragen; Christian Dior betont die Taille der schwingenden Röcke.

Aus dem Dunkeln ins Neonlicht

Hell- und Königsblau, Knallrot und Lila ergänzen die mehrheitlich sehr dunkel gehaltenen Kollektionen. Schwarz sowie erdige oder bläulich-grüne Wassertöne wiederspiegeln unseren unheimlichen Zeitgeist. Doch dass man den Weg aus der verbalen Gewalt und den politischen Machtspielen finden muss, beweisen die Modedesigner mit ein paar ganz bunten Modellen. Vor allem Nicolas Guesquière führt bei Louis Vuitton aus der Dunkelheit ins Licht  mit den starken Farben und Mustern eines Piet Mondrians. Bei Saint Laurent leuchten die Kugelpelzmäntel und Stilettos in Neonfarben. Und Balenciagas Frau wirkt im hautengen Pinkpulli wie eine virtuelle Skulptur.

Christian Dior: Masslos und unvergänglich

Die Ausstellung Christian Dior – Couturier du Rêve im Pariser Musée des Arts décoratifs ist ebenso grossartig wie die 70jährige Geschichte des weltberühmten Labels.

Unter zwei Stunden kommt niemand wieder hinaus. Das Ausstellungsangebot ist uferlos, genauso masslos und doch pedantisch wie es der 1905 in der Normandie geborene Christian Dior gewesen sein muss. Müde und leer wirkt allerdings sein Blick auf allen ausgestellten Fotos und Gemälden. Denn der ursprüngliche Student politischer Wissenschaften, Zeitungsillustrator und Galerist musste bereits mit einigen Schicksalsschlägen leben, als er 1946 sein Modehaus an der Pariser Avenue Montaigne eröffnete: Seine Mutter, die ihm mit ihrer grossbürgerlichen Eleganz das Modeflair eingehaucht hatte, war 1931 gestorben; sein Vater, ein Düngerfabrikant, in Konkurs gegangen. Nicht nur Christians späterer Freund, der Surrealist Jean Cocteau hat „Dior“ mit Gott und Gold (Dieu et Or) verglichen. Mit „Diors Dünger ist Gold Wert“ hatte schon Papa Reklame gemacht. Umsonst. Lire la suite

Mode als politisches Manifest

Mit weissen Armbinden, aufgedruckten Slogans und Einflüssen aller Kulturen wehrt sich die Mode gegen Fremdenhass und Sexismus.

Donald Trumps Wahl ins Weisse Haus und der britische Brexit schleichen sich in die Highfashion. Die Mode des nächsten Winters, die gerade auf den Laufstegen gezeigt worden ist, gleicht einem Manifest für Toleranz und Weltbürgertum. Absichtlich vereinen die Modemacher ganz unterschiedliche Einflüsse in einer Kollektion. Als grösster britischer Modeplayer vermischt etwa Burberry am gleichen Minikleid den germanischen Minimalismus der 1990er Jahre mit romantischen Rüschen der europäischen Siedlerinnen im Amerika des 19. Jahrhunderts. Doch auch die Coolness des afro-amerikanischen Hip-Hops wird … Lire la suite

Die Modetrends 2017

Um den tierischen Ernst aus dem Alltag zu verjagen, vergnügt sich die Mode des nächsten Jahres hemmungslos mit weiblichen Reizen und hoffnungsvollen Blumen.

Gucci

Gucci

Das Modejahr 2017 liest sich wie die historischen Romane „Désirée“ oder „Die Rosen von Malmaison“. Transparenz, Prunk und Kitsch, wie sie sich nach der französischen Revolution von 1789 im Stil Directoire und Empire ausgedrückt haben, zählen erneut zum guten Geschmack. Damals hatte man sich von der Aristokratie befreit bis der Parvenü Napoleon Bonaparte die Macht ergriffen und sich zum Kaiser gekrönt hat. Donald Trumps Wahl ins Weisse Haus und das Aufkommen von Europas Populisten sind die heutigen Zeichen gesellschaftlicher Umstürze, während denen die Mode jeweils ausschweift. Herkömmliche Baumwolle und Leinen, männliche Hemden und Hosenanzüge müssen deshalb aus dem Schrank verschwinden. Ganz nackt unter einem leichten Gewand aus transparentem Musselin hat die einflussreiche Verführerin Thérésa Tallien die Gäste aus Politik und Diplomatie 1794 in ihrem berühmten Pariser Salon empfangen. Solche Negligees in Schwarz, Weiss oder Pastell sind im kommenden Sommer das unumgängliche Outfit für Partys und Vernissagen… Lire la suite

PARIS nach MASS PARIS sur MESURE

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Erleben Sie die Kultur, Geschichte und Trends mit einer deutschsprachigen Insiderin.

Vivez la culture, l’Histoire et les tendances avec une accompagnatrice avertie.

 

Hier finden Sie einige Ideen. Weitere Besichtigungen, Rundgänge oder Shoppingtouren gestalten wir gerne ganz nach Ihren Wünschen.

Voici quelques idées – nous vous organisons également vos visites ou shoppings sur mesure: 

Von Lutetia zum Louvre – mitten durch das Herzen von Paris

De Lutèce au Louvre – Le cœur de Paris

 

Ile de la Cité – römisches Lutetia (Lutèce romaine, Roman Lutetia)  – Montagne Saint Geneviève – Panthéon – Jardin du Luxembourg – Saint-Germain-des-Près – Louvre.

Epochen: Antike, Mittelalter,Bourbonen, Jazz und Gainsbourg, Sartre und de Beauvoir, die Medicis, Décartes

Epoques: Antiquité, moyen âge, les Bourbons, les Médicis, le jazz et Serge Gainsbourg, Sartre et Beauvoir, Décartes

Dauer/Durée: 3 Stunden/3 heures (zu Fuss/à pied)

 

Von Belleville zum Montmartre 

De Belleville à Montmartre

 

Belleville –  über den einstigen Pass der Buttes Chaumont ins ehemalige Dorf La Villette (par l’ancien col des Buttes Chaumont à La Villette – Goutte d’Or – Sacré Cœur

Epochen: Heinrich IV, Ludwig XV, 19. Jahrhundert, Edith Piaf und Napoleon III, die Einwanderung aus Osteuropa, Afrika und China, die Bobos, Romantik und Industrialisierung, Die Urbanisten des 20. Jahrhunderts

Epoques: Henri IV, Louis XV, 19ème siècle, Edith Piaf et Napoléon III, les immigrants de l’Europe de l’Est, d’Afrique et de Chine, romantisme et industrialisation, les urbanistes du 20ème siècle, les bobos.

Dauer/Durée:  4 Stunden/3 heures (zu Fuss und kurze Metrofahrt/à pied avec un bref trajet dans le métro aérien)

Oder/Ou:

« Von Lutetia zum Eiffelturm » mit Mittagspicknick in den Tuilerien

« De Lutèce à la Tour Eiffel » avec Pique-nique aux Tuileries

Dauer/Durée: 1 Tag/1 journée

« Auf den Spuren von Coco Chanel, Christian Dior und Yves Saint Laurent » mitten durch das « goldene Dreieick » von Paris

« Sur les traces de Coco Chanel, Christian Dior et Yves Saint Laurent » au sein du triangle d’Or de Paris

Dauer/Durée: 1 Halbtag/1 demi-journée

Nachtwanderung

ab 20.30 Uhr, ca. 3 Stunden/dès 20H30 environ 3 heures

 

Reservation und Auskunft

Réservation et informations

oder/ou: 0033 (0)6 08 63 27 89

 

Gewusst? Le saviez-vous? … Lire la suite

Diors neue Powerfrau

Mit Maria Grazia Chiuri entwirft erstmals eine Frau Christian Diors Damenmode. Als Feministin, Karrierefrau und Mutter emanzipiert die Römerin das französische Traditionshaus. 

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John Gallianos fristlose Entlassung vor fünf Jahren, das folgende Jahr ohne Chefdesigner und schliesslich Raf Simons überraschender Rücktritt im Sommer 2015 haben an Diors Image gezerrt: Umsatz und Reingewinn des weltbekannten Labels stagnieren diesen Herbst zum ersten Mal seit langem. Dafür macht die Direktion allerdings den Rückgang der Pariser Kundschaft wegen der Attentate verantwortlich. Dass die einst hippeste Modemarke an Glanz verloren hat, untermauert jedoch eine während der Pariser Fashionweek anfangs Oktober unter den Französinnen durchgeführte Umfrage: Das „Lieblingslabel Dior“ steht erst an vierter Stelle, hinter Chanel, Saint Laurent und sogar Chloé. Jetzt aber entfacht Maria Grazia Chiuri an der Avenue Montaigne eine neue Ära. Doch wer ist die 52jährige Powerfrau, deren kohlenschwarze Augen funkeln, … Lire la suite

Calvin Kleins Comeback dank Raf Simons

Der Star der Haute Couture wechselt in den Mainstream, hat aber vieles mit dem König aus der Bronx gemein.

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photo: ph vanderperre willy-blackwhite for PVH

Dass ein Star der Haute Couture zum Mainstream wechselt, ist eher eine Seltenheit. Doch Raf Simons kehrt als Calvin Kleins Chefdesigner zu seinen Ursprüngen zurück. Der Belgier hat das glamouröse Pariser Label Christian Dior vor knapp einem Jahr verlassen. Nach dieser überraschenden Scheidung, kommt es jetzt zu einer Traumhochzeit.

Als der in der Bronx aufgewachsene Calvin 1968 sein Label gründete, wurde Raf gerade geboren. Als Jüngling studierte Simons nicht Mode, sondern Industriedesign. Diesen Überblick wird dem Couturier eine solide Basis bieten, denn er leitet jetzt beim New Yorker Label die gesamte, kreative Globalstrategie. Genau diese Macht wollte Dior seinem Couturier nicht gewähren. Simons musste sich in Paris mit der Damenmode begnügen, weshalb es offenbar zur Trennung gekommen ist. Nun leitet er bei Calvin Klein alle kreativen Bereiche, Marketing und Kommunikation, sowie sämtliche sechs Linien von der Laufstegmode über die Jeans bis zur Unterwäsche.

Simons (48) startete seine Modekarriere 1995 in Antwerpen. Damals wurde Calvin Klein (73) gerade als Meister des Minimalismus  gefeiert. Während Klein mit dem Logo auf der Feinrippenunterhose weltweit den bis heute anhaltenden Trend auslöste,  entwickelte Simons in der Männermode seinen bahnbrechenden Stil: Schmale, lineare Silhouetten in klassischen Materialien ohne Schnickschnack, gezeigt an Models von der Strasse, brave Buben in englischen Schuluniformen, allerdings im Rhythmus von Punk und Kraftwerk marschierend. Klein hat sich an der Strassenkultur der Bronx und der Workingwomen inspiriert, Simons an der Energie der Underground-Rebellen.

Bauhaus und Architektur haben seinen Minimalismus geprägt. Mit der Eleganz der Schlichtheit wusste der Belgier als Chefdesigner bei Jil Sander (2005-2012) zu brillieren. Nach seiner Passage bei Dior würden jetzt John Gallianos extrem bunten, opulenten Sachen altmodisch anmuten. Genauso modern war Calvin Klein, als er als erster die Designermode zum Mainstream gemacht, die Designerjeans lanciert und das Unisex-Parfum herausgegeben hat. Beide besitzen Humor und den Hang zur Provokation: Klein sorgte im puritanische Amerika mit seinen lasziven Werbekampagnen für Skandal. Um das Aufkommen der Neo-Nazis anzuzeigen, liess Simons einst seine Models in Paris mit Hitler-Frisuren defilieren.

Calvin Klein hat sein Label 2003 an den amerikanischen Modegiganten PVH Corporation verkauft. „Seit Mister Klein selbst nicht mehr im Betrieb ist, unterlag das Unternehmen nie mehr einer einzigen, kreativen Vision“, gibt CEO Steve Shiffman in New York zu. Der Couturier aus Paris soll nun ein neues Kapitel schreiben. Was die bisherigen Designer Italo Zucchelli und Francisco Costa auf dem Catwalk gezeigt haben, war nicht mehr umwälzend. Das Geschäft machte Calvin Klein in den letzten Jahren mit der Unterwäsche und den Jeans, allerdings vor allem in den USA. In Europa und Asien trägt die Jugend längst nicht mehr CK. Seit 2013 hat die Firmenleitung eine weltweite Expansionsstrategie eingeleitet und will nun dank Simons Genie den Umsatz von 3 auf 10 Milliarden Dollars erhöhen. Zudem ist ihr ein anderer Schachzug gelungen: Das berühmte Logo blickt nun aus Justin Biebers enger Jeans während seiner Welttournee hervor!

mehr dazu: Amerikas Skandalkönig Calvin Klein provoziert seit 40 Jahren

Designerwechsel – ein Risiko, das die Zukunft bestimmt

 

Designerwechsel – ein Risiko, das die Zukunft bestimmt

Der Schritt ins Unbekannte, der sich meist auszahlt : An der Pariser Fashionweek zeigten hochkarätige Marken die Kollektionen ihrer neu eingestellten, weltbesten Chefdesigner.

Dior_AW1516 - Group shotRaf Simons pour Christian Dior  copyright: Dior

Ganze neun Tage dauerte diesmal die Pariser Fashionweek mit einer neuen Herbst- und Wintermode, die Biss hat : Aalglatte Schaftstiefel verwandeln sich zu Strümpfen. Pelze und Häute, Motive und Farben aus der Savanne oder dem Urwald drücken das Tierische, das Unvorhergesehene, das Ungewisse der Frau aus. Ebenso ungewiss spielen die weltweiten Modeplayer, wenn sie neue Chefdesigner einstellen. Kering und LVMH aus Paris, der Barceloner Konzern Puig sowie Renzo Rossos italienische Holding « Only the Brave » buhlen für ihre diversen Marken um die weltbesten Modedesigner. Auch das an der Pariser Börse notierte, über 170jährige Familienunternehmen Hermès International, führt  zwar wie Chanel kein solches Marken-Portefeuille…, Lire la suite